Wir retten das Spritzenhaus!

Unser Spritzenhaus in Lenzinghausen soll abgerissen werden. 

Wir appellieren an den Rat der Stadt Spenge, die Rettung des Spritzenhauses in Betracht zu ziehen und über Möglichkeiten zu beraten, wie das Spritzenhaus erhalten bleiben kann.

Die Interessengemeinschaft "Wir retten das Spritzenhaus" erstellt momentan ein Konzept, wonach das Spritzenhaus zu einer Umwelt- und Naturschutzwerkstatt wird.

Ihre 

Interessengemeinschaft "Wir retten das Spritzenhaus" 
 

Unsere Projektidee wurde ausgezeichnet!

Unter dem Motto „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region“ unterstützt Westfalen Weser bürgerschaftliches Engagement in seinem Netzgebiet.

Eines der 100 Förderpakete, die das kommunale Unternehmen in 2021 an Initiativen und Institutionen für die Umsetzung eines vorbildlichen Projektes vergab, ging an die Interessengemeinschaft "Wir retten das Spritzenhaus!" für die Umsetzung des Projekts "'Einfach Artenvielfalt' - Natur- und Umweltwerkstatt im Spritzenhaus Lenzinghausen".

Die Zukunft des Spritzenhauses ist noch immer ungewiss. Dass wir dennoch eine Förderung erhalten, zeigt zum einen die große Relevanz des Themas Artenschutz auf, zum anderen bestärkt es uns, weiter an der Rettung des Spritzenhauses zu arbeiten. Welche Möglichkeiten werden sich wohl öffnen, wenn der Erhalt des Spritzenhauses beschlossene Sache ist?

Auch 2022 wird Westfalen Weser die Aktion fortsetzen. Vereine können sich ab April online bewerben.

Warum wollen wir das Spritzenhaus retten?

Ganz einfach: Es gibt kreativere Ideen als den Abriss!

Wenn sich Bürgerinnen und Bürger mit einem Gebäude identifizieren, es vielleicht sogar als eines ihrer Wahrzeichen betrachten, dann sollte ein Abriss der letzte Weg sein. Das Spritzenhaus ist so ein Gebäude.

Mit dem Verlust seiner ursprünglichen Funktion ist es jahrelang ruhig um das Spritzenhaus geworden. Es wurde von der Stadt vernachlässigt und ist deshalb in seinem momentanen Zustand. Das Problem ist also hausgemacht.

Das Zauberwort heißt "Umnutzung". Altes kann in neuem Glanz erstrahlen, ein Umbau einem Gebäude neues Leben einhauchen. 

Wir plädieren für eine Umnutzung des Spritzenhauses. Dass dies gelingen kann, zeigt der LWL für die Umnutzung von Denkmälern für Handel und Gewerbe





 

Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke ist bekannt als kreativer Fördermittelfinder. Es sollte ein Leichtes für ihn sein, Fördermittel für das Spritzenhaus zu finden. In Venne wurden die schließlich auch gefunden. Und für Soziale Bauprojekte gibt es auch Gelder, wie zum Beispiel für die Renovierung der alten Bürener Stadtmauer

Erwähnen möchten wir hier auch, dass durch bürgerschaftliches Engagement viel erreicht werden kann. Das Spritzenhaus in Borgloh wurde zum Beispiel von Freiwilligen restauriert. 

Wir verschließen uns nicht dem Neuen, sondern wir wünschen uns das alte Spritzenhaus mit einer neuen Funktion.

Wie ist der Stand?

Die vergangenen Bauausschusssitzungen haben gezeigt, dass für einige Fraktionen die Zukunft des Spritzenhauses eng mit dem Grundstück hinter dem Spritzenhaus verwoben ist. Nutzungsmöglichkeiten dafür werden momentan ausgelotet. Wenn es nach Bürgermeister Bernd Dumcke geht, soll das Spritzenhaus abgerissen werden. Auf dem Gelände soll eine Kita entstehen. 

Der Bau einer neuen Kita wurde bereits Anfang des Jahres von der IG vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde damals seitens der Stadtverwaltung nicht diskutiert. Vielleicht auch, weil wir der Meinung sind, dass das Spritzenhaus mit in einen Kita-Neubau einbezogen werden kann und sollte.

Der Erhalt des Spritzenhauses ist für uns aus vielerlei Gründen sinnvoll. Wir haben mit Experten gesprochen, deren Erläuterungen unsere Sichtweise bestätigen:
 

  • Hans Kleemeier, Leiter des Feuerwehrmuseums Kirchlengern in Häver, hat dem Spritzenhaus einen historischen Wert zugesprochen und auf die Erfolgsgeschichte des Spritzenhauses in Südlengern hingewiesen.
  • Ein Architekt hat für uns den Bauzustand des Spritzenhauses eingeschätzt. Nach seiner Inaugenscheinnahme kommen wir zu dem Ergebnis, dass ein Abriss aus bautechnischer Sicht nicht erforderlich ist und die Reparaturkosten für die bloße Instandhaltung des Spritzenhauses die Größenordnung der Abrisskosten bei weitem unterschreiten.

Wir verfolgen weiter das Ziel, das Spritzenhaus in eine Natur- und Umweltwerkstatt zu verwandeln. Unser Nutzungskonzept beschreibt ein vor allem lokal bezogenes Artenvielfaltsprojekt, mit dem Ziel, das Spritzenhaus zunächst nachhaltig und ressourcenschonend auszubauen und anschließend für Werkstattkurse zu nutzen. Der NABU im Kreis Herford hat bereits fachliche Unterstützung angeboten. 

Das Projekt kann durch einen entsprechenden gemeinnützigen Träger mit Zugriffsmöglichkeiten auf Förderprogramme und Spendengelder umgesetzt werden. Solange es keinen eigenständigen Spritzenhausverein in Lenzinghausen gibt - dieser würde gegründet, sobald sich der Rat der Stadt Spenge für einen Erhalt des Spritzenhauses ausspricht - bietet sich der Engeraner Verein "una terra" laut Holger Grabbe dafür an.

Aber wer weiß: Vielleicht entsteht vor Ort ja auch die erste Artenvielfalts-Kita?

 

Was könnte aus dem Spritzenhaus werden?

Diese Vorschläge erreichten uns: 

  • "In Lenzinghausen gibt es demnächst zwei Neubaugebiete. Vielleicht ist eine weitere Kita sinnvoll? Intergenerative Projekte mit dem Altenheim wären hier ein Leichtes!"
  • "Ein Multifunktionsraum! Für Vereine, Ausstellungen und vielleicht sogar als Ort für standesamtliche Trauungen."
  • "Zentral gelegen könnte das renovierte Spritzenhaus durchaus den vielfachen Wunsch der Lenzinghausener nach einem Dorfladen erfüllen."
  • "Ein neues Zeugnis für die Tatkraft der Lenzinghausener! Wie 1931 bei der Erbauung des Spritzenhauses. Laßt die Lenzinghausener mit anpacken und aus einem vernachläßigtem Ort etwas Schönes entstehen. Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, daß das Spritzenhaus verfallen ist?"
  • "Eigentlich ist doch egal, was dort hinkommt: Das Spritzenhaus kann neben oder mit einer neuen Bebauung stehen bleiben. Warum muss immer alles weg? Soll die Stadt doch mal kreativ sein! Baugrundstücke gibt es immer wieder, das Spritzenhaus ist einmalig."
  • "Ich wünsche mir ein naturpädagogisches Projekt. Das Gelände gemeinsam renaturieren. Das Spritzenhaus absichern, weiter als Lagerraum nutzen und den Turm zum Rückzugsgebiet für Fledermäuse, Eulen oder Turmfalken werden lassen."
  • "Man könnte dort ein kleines Museum entstehen lassen. Material zusammen tragen. Fotos und Geschichten. Einen Treffpunkt zum Klönen."
  • "Ich hätte Interesse daran, das Spritzenhaus zu erwerben, selbst zu renovieren und zu bewohnen."
  • Es könnte eine „Werkstatt“ werden für anfallende Arbeiten, die unsere Gemeinschaft fördern können. Und ein zentraler Lagerplatz, z.B. für den Maikranz, der momentan privat gelagert wird.
  • Ich finde Ihre initiative richtig super! Wenn ein alter Kotten im Katzenholz saniert werden kann, warum dann nicht auch das Spritzenhaus? Es könnte doch als Begegnungsstätte für alle Lenzinghäuser / Spenge und für kulturelle Veranstaltungen aufgemöbelt werden. [...] So würden vielleicht "neu" und "alt" Lenzinghäuser zusammenfinden.
  • Wir schlagen ein Gartencafé vor. Vielleicht mit Anschluss ans Seniorenheim. Vielleicht mit Spielplatz dran. Vielleicht das Ganze im Rahmen eines sozialen Projekts (s. Café Alte Werkstatt in Hiddenhausen oder Café Halhof in Schildesche). Auch in Verbindung mit der Dorfladen-Idee oder der Mehrzwecknutzung durch Bürger*inneninitiativen.
  • Insbesondere ein Museum über die Geschichte Lenzighausens oder die der Feuerwehr (Löschzug Lenzinghausen, Feuerwehr Stadt Spenge oder Feuerwehrgeschichte der Region zum Beispiel in Kooperation mit dem Feuerwehrmuseum Kirchlengern-Quernheim) halte ich für eine gute Option.
  • Im Turm unten ein Bücherleihschrank. Oben ein Artenschutzbereich.



 

Die Postkartenaktion

Mit der Postkartenaktion wollen wir einerseits auf unsere Initiative aufmerksam machen und andererseits den Bürger*innen Lenzinghausens die Möglichkeit geben, unseren Appell an den Rat der Stadt Spenge, das Spritzenhaus zu retten und über neue Nutzungsmöglichkeiten zu beraten, mitzuzeichnen.

Die Postkarten wurden ressourcenschonend auf Recyclingpapier und klimafreundlich gedruckt. Wir bitten Sie, die Postkarte zu frankieren und an den Rat der Stadt Spenge zu senden, oder die Karte direkt in den Briefkasten des Rathauses einzuwerfen. Sollten Sie keine Postkarte bekommen haben, dürfen Sie gerne selbst zu Zettel und Stift greifen und einen Brief an den Rat der Stadt Spenge, Lange Straße 52-56, 32139 Spenge schreiben.

Termine

Bitte halten Sie sich bei allen Terminen an die geltende Coronamaßnahmen, vor allem die Maskenpflicht und das Abstandsgebot!

28. September - 18 Uhr, 
BBZ Lenzinghausen

Ausschuss für Brandschutz, Bau- und Immobilienmanagement, 3. Sitzung

In dieser Sitzung wird über die Zukunft des Spritzenhauses beraten.

Das Spritzenhaus

Eine Geschichte.

Auf der Website der Feuerwehr Spenge wird von der Errichtung des Lenzinghausener Spritzenhauses im Jahr 1931 berichtet. Hier wird deutlich, welche Bedeutung das Spritzenhaus nicht nur für die praktische Feuerwehrarbeit hatte, sondern wie groß die Freude über das Spritzenhaus auch in der Bevölkerung war. Das Spritzenhaus: Ein Beispiel für frühes bürgerschaftliches Engagement.

“Auf den Straßen reihte sich Ehrenbogen an Ehrenbogen, Fahnen und Wimpel zum Gruß. Das Amtsfeuerwehrverbandsfest, verbunden mit dem 25-jährigen Jubiläum der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, waren Grund genug, unserer Gemeinde ein Festkleid anzulegen. Der große Festtag wurde am Sonnabend durch einen Zapfenstreich eingeleitet. Am Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst marschierte die gesamte Feuerwehr zum Kriegerdenkmal, um hier die Gefallenen durch eine Kranzniederlegung zu ehren. Die Gedächtnisrede hielt Lehrer Büscher. Kurz nach zwei Uhr herrschte auf allen Straßen ein lebhafter Verkehr. Menschen, Wagen und Autobusse versuchten zur Straßenkreuzung beim Gastwirt Einhaus zu gelangen, wo die Feuerwehren Aufstellung zum Durchmarsch nahmen. 

Gegen drei Uhr konnte der Festumzug, an dem 13 Wehren und vier Musikkapellen teilnahmen, beginnen. Dem Festzug voran fuhren sechs Landauer, in denen die Ehrenjungfrauen, die Ehrengäste, die Jubilare und die Herren der Gemeindevertretung Platz genommen hatten. Wohl noch nie hat unser Dorf solch großen Festumzug gesehen, der überall von der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurde. Vor dem neuerbauten Spritzenhaus machte der Zug dann halt. Als Geschenk zur Jubelfeier übergab der Gemeindevorsteher Wefing das Spritzenhaus der Feuerwehr.“ Damit war ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehr in Erfüllung gegangen. Es zeugt vom guten Geist der Feuerwehr, dass sie nicht nur Geld von der Gemeinde forderte, sondern selbst tatkräftig beim Bau mit anfasste." 

Retten Sie mit!

Wenn Sie uns helfen wollen, das Spritzenhaus zu retten, senden Sie uns bitte ein Nachricht. Wir freuen uns auch über Ihre Anregungen und Ideen für die zukünftige Nutzung des Spritzenhauses. 

Telefon: 0178-8048745

E-mail: info@wir-retten-das-spritzenhaus.de

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